Vilsschwimmen der Wasserwacht Hahnbach erfreut sich immer größeren Zuspruchs

Immer größeren Zuspruchs seitens der Teilnehmer als auch der Zuschauer erfreut sich das traditionelle Wintervilsschwimmen der Wasserwacht- Ortsgruppe Hahnbach. Bereits zum 35. Mal wurde zu diesem immer größer werdenden Spektakel eingeladen.


Immerhin 76 Teilnehmer von jung bis alt meldeten sich für das eiskalte Unternehmen. Bereits in den Tagen zuvor hatten Aktive der Ortsgruppe die etwa 2 Kilometer lange Strecke zwischen der Hahnbacher Vilsbrücke und dem Ziel unterhalb der Kläranlage von Unrat und sonstigen Hindernissen gereinigt.


So konnten sich nun am Dreikönigstag die mit Neoprenanzügen und Schwimmflossen ausgerüsteten Teilnehmer nach dem Startschuss durch 2. Bürgermeister Norbert Bösl und dem dreimaligen Schlachtruf „Patsch Nass“ mit dem Beifall vieler Zuschauer bei 2 Grad Lufttemperatur und 3 Grad im Wasser in die mit außergewöhnlich niedrigen Wasserstand führende Vis und geringer Strömung stürzen.


Leider führte dieser Umstand dazu, dass viele „Vilsschwimmer“ die Strecke in mehreren Bereichen, von zwei Booten begleitet, als „Vilswanderer“ zurücklegen mussten, was aber offensichtlich der Stimmung und dem Spaß wenig anhaben konnte.


Viele auswärtige und einheimische Schlachtenbummler empfingen die ersten „hartgesottenen“ Schwimmer nach vierzig Minuten an der Ausstiegsstelle mit heißem Tee und vielen Komplimenten.


Nach dem Abspritzen durch die FFW Hahnbach wurden sie zu einer erwärmenden Dusche ins Hahnbacher Hallenbad zurückgebracht. Besondere Freude herrschte darüber, dass der ärztliche Betreuer, Dr. Franz Prösl, von keinen nennenswerten medizinischen Vorkommnissen berichten musste.


Im anschließend gemütlichen Teil im vollbesetzten Gasthof Ritter freute sich Technischer Leiter Marius Wawersig, dass sich unter den elf teilnehmenden Mannschaften auch 24 Frauen befanden.


Als am weitesten angereiste Teilnehmer begrüßte er die Gruppe aus Bad Kissingen. Zurückblickend berichtete er, dass seit dem ersten Schwimmen von über 700 Teilnehmern insgesamt ca. 5.000 Kilometer zurückgelegt wurden, was einer Strecke von der Vils, über die Donau, Schwarzes- und Mittelmeer bis weit nach Ägypten entspricht.


Alle Teilnehmer bekamen eine Urkunde. Die drei Gruppen mit den meisten aktiven Schwimmern erhielten Glaspokale. Mit 16 Teilnehmern belegte die Wasserwacht-Ortsgruppe Vilseck/Sorghof den ersten Platz, gefolgt von Hirschau mit 13 und Amberg mit 12 Sportlern.


Die folgenden Plätze belegten in der Reihenfolge die Wasserwachts-Ortsgruppen Sulzbach-Rosenberg, Hahnbach, Nittenau, Vilstal/Kümmersbruck, Bad Kissingen, Berg, Auerbach und Kastl. Als ältesten Teilnehmer wurde der 66-jährigen Gisela Ziegler-Graf von der OG Berg mit einem Präsent der Marktgemeinde Hahnbach gratuliert.


Wawersig bedankte sich neben seinen Mitgliedern bei der FFW Hahnbach für die Unterstützung, bei der SEG luK für den Funkbetrieb, sowie den Gruppen Auerbach, Vilseck-Sorghof, Nittenau und Hirschau, die ihre Einsatzfahrzeuge zur Verfügung stellten.


Hahnbachs 2. Bürgermeister Norbert Bösl freute sich über den reibungslosen Ablauf und dankte für die gute Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde zum Wohle der Bevölkerung, insbesondere bei der Aufsicht im Hallenbad .


Für alle anderen Ehrengäste gratulierte BRK-Kreisvorsitzender Gerd Geismann den vielen jungen und erfahrenen Gesichtern zu ihrer Leistung. Die OG Hahnbach sei mit dieser Veranstaltung auch über die Landkreisgrenzen zu einem Begriff geworden.


Neben dem Spaßfaktor habe dieses Schwimmen auch einen ernsthaften Hintergrund. Bei der wichtigen Funktion in der Rettungskette könne damit auch die Ausrüstung und die persönliche Fitness sowie ein ordentlicher Gesundheitszustand unter extremen Verhältnissen getestet werden.


Die Förderung der Kameradschaft stellte er heraus. Die Teilnahme vieler Jugendlicher sei ein Beleg, dass man sich um die Zukunft keine Sorgen machen müsse. Besonders bedankte er sich bei allen, die bei der Hochwasserkatastrophe im Sommer mit im Einsatz waren.