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    WASSERWACHT HAHNBACH

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    WASSERWACHT HAHNBACH

Autor: Benedikt Heisig

114 Teilnehmer beim winterlichen Vilsschwimmen

Eine teils geschlossene Eisdecke zwang die Hahnbacher Wasserwacht eine neue Streckenführung vilsaufwärts zu wählen. Auch manches Hindernis stellte sich den mit Booten gut gesicherten Schwimmern in Neopren in der eisigen Vils in den Weg.

Ein echtes Winter-Vilsschwimmen bei minus 0,5 Grad Wasser-„Wärme“ und frischen minus 7,5 Grad Außentemperatur bot die Hahnbacher Wasserwacht des BRK. Bereits zum 45. Mal hatte man dazu eingeladen und vorbildlich „rundum“ betreut. Nach einem Weißwurstfrühstück im Rittersaal sollte es gestärkt um 14 Uhr, gut in Neopren verpackt und mit Begleitbooten, losgehen.

Doch wegen einer teilweise zugefrorenen Vils musste am Dreikönigstag erstmals die Strecke für die 114 Teilnehmer geändert werden. Bislang stieg man an der Anlegestelle der Hahnbacher Zillen ins Wasser und bei der Kläranlage wieder heraus. Auch dieses Jahr war der Ablauf so geplant und es schien beim Kontrollgang am Vorabend auch dabei zu bleiben. Doch tiefer Nachtfrost hatte auf der Höhe der Austraße „beim Brückerl“ die Vils ganz zufrieren lassen. Spontan entschied man deshalb innerhalb der Vorstandschaft, alles weiter vilsaufwärts zu verlegen.

Als Einstieg wähle man nun den sogenannten „Oriss“, sprich den kleinen Wasserfall im Norden Hahnbachs, und als Ausstieg den Vilssteg vor der geschlossenen Eisdecke. Durchsagen informierten die vielen Zuschauer auf der Vilsbrücke und der Gockelwiese über die Änderung, und gespannt wartete man ab 14 Uhr auf die 42 Frauen und 72 Männer.

Diese mussten in der teils nur knietiefen, sandigen Vils immer wieder mehr waten als schwimmen. Auch zwei umgestürzte Bäume waren für Teilnehmer und Begleitboote zusätzliche Hindernisse, die es zu überwinden galt. Doch kamen zum Glück alle heil am Zielpunkt an, wo die Freiwillige Feuerwehr Hahnbach zum Abspritzen wartete. Sehr willkommen war dann die heiße Dusche im Hahnbacher Hallenbad und das Umziehen in der dortigen Wärme.

Erleichtert begrüßte Benedikt Heisig, der Vorsitzende der Hahnbacher Ortsgruppe der Wasserwacht, im Rittersaal die zahlreichen Teilnehmer und Betreuer. Für die höchste Anzahl an Teilnehmern wurde die Ortsgruppe der Wasserwacht Auerbach prämiert (11 Frauen und 16 Männer). Mit 21 Teilnehmern folgte die Wasserwacht Vilstal-Kümmersbruck. 19 Schwimmer kamen von der Wasserwacht Hirschau und 7 von der DLRG Amberg. Es folgten die Ortsgruppen der Wasserwacht Sulzbach-Rosenberg mit 6, die von Hahnbach mit 5, Plattling mit 4, Nittenau mit 3 sowie Teublitz und Schrobenhausen mit jeweils 2 Teilnehmern. Eine weitere Person war ebenfalls privat dazugekommen und hatte „richtig Spaß“ am frischen Vilsschwimmen. Als ältester Teilnehmer wurde der 64-jährige Dieter Zwicknagel ausgezeichnet.

Bürgermeister Bernhard Lindner zollte Organisatoren, Schwimmern und Betreuern großen Respekt und gratulierte zum unfallfreien Verlauf. Vorstand Benedikt Heisig schloss sich ihm an und sein großer Dank galt nicht zuletzt seiner Ortsgruppe, der Bereitschaft und der FW Hahnbach für deren engagierten ehrenamtlichen Einsatz.

(Bericht von Marianne Moosburger für Onetz)

Wasserwacht freut sich über weniger Müll bei Vilsreinigung

Die Mitglieder der Wasserwacht führten wie jedes Jahr vor dem traditionellen Vilsschwimmen die Vilsreinigung durch. Dabei zeigte sich eine sehr erfreuliche Entwicklung: Es mussten lediglich drei Säcke Müll gesammelt werden. Aus Sicht der Wasserwacht ist dies ein deutliches Zeichen dafür, dass die Menge an achtlos und sorglos in der Natur entsorgtem Abfall spürbar zurückgeht – eine Entwicklung, die sehr begrüßt wird.
Auch natürliche Hindernisse im Flusslauf hielten sich in Grenzen: Nur ein wenig Gestrüpp und Äste mussten entfernt werden, sodass die Schwimmerinnen und Schwimmer am Dreikönigstag gefahrlos teilnehmen können.
Das Vilsschwimmen startet am Dienstag, 6. Januar 2026, um 14:00 Uhr an der Vilsbrücke in Hahnbach. Gegen 14:30 Uhr werden die Teilnehmer am Kickenweiher erwartet. Die Wasserwacht rechnet mit rund 100 Schwimmerinnen und Schwimmern aus dem Landkreis und darüber hinaus.
„Wir freuen uns nicht nur auf das Vilsschwimmen, sondern auch darüber, dass die Natur rund um die Vils immer sauberer wird. Das zeigt, dass das Bewusstsein für Umweltschutz wächst“, betont die Wasserwacht.